Warte nicht auf den perfekten Moment, nimm den Moment und mach ihn perfekt.
Worauf wartest du noch? Nicht immer ist es ratsam nur passiv abzuwarten, das sich etwas ändert. Bloßes Abwarten kann lähmen. Manchmal muss man die Gelegenheit einfach beim Schopf packen. 
Abwarten und Tee trinken
Warten gehört zum Leben dazu. Das kann man nicht umgehen. Da kann es schon mal hilfreich sein, einen Tee aufzusetzen und das Warten gelassen hinzunehmen. 
In freudiger Erwartung sein
Die Geburt eines Kindes, der Sommerurlaub, ein großes Fest. Voller Vorfreude werden besondere Ereignisse erwartet. Es gilt abzuwarten. Die Zeit lässt sich nicht vorwärts drehen. Doch das Warten wird gefüllt. Mit Vorbereitungen - gedanklich und ganz praktisch. 
Unbezwingbar ist, wer warten kann. 
Warten, warten, warten. Das ist Alltag. Warten, bis das Essen fertig ist. Warten, bis der Bus kommt. Warten, bis der Sommer da ist. Wer warten kann, den bringt so schnell nichts aus der Fassung. 
Nun bleibt nur abwarten.
Was wird kommen? Wie schwer ist es, banges Warten auszuhalten. Vor einer schwierigen Prüfung oder schwierigen Aufgabe. Auf eine Diagnose, auf die Antwort nach dem Bewerbungsgespräch. 

Im Garten Gethsemane sprach Jesus zu Petrus, Jakobus und Johannes: „Wartet hier und wachet mit mir!“ 
(Die Bibel, Evangelium nach Matthäus Kap. 26)
Andacht zur Eröffnung der Station (Von Pfarrerin Christina Kurth)
374 Tage des Lebens. Mehr als ein Jahr. So lange verbringt ein Mensch durchschnittlich im Leben mit „Warten“. Warten ist Teil unseres Lebens. Warten kann ganz unterschiedlich sein. Mal sind es kurzen Momente, wie das Warten an der Ampel, mal dauert es länger bis unser Warten ein Ende hat. Es die Dinge, die wir kaum erwarten können. Andere Dinge erwarten wir voller Unbehagen.  
374 Tage unseres Lebens warten. Ist das nicht bloße Zeitverschwendung? Die Zeit scheint beim Warten sich auszudehnen. Nichts geschieht. Sekunden, Minuten scheinen nicht verstreichen zu wollen. 
Ich greife dann gern zum Handy. Ein wenig Ablenkung, vielleicht kann ich sogar noch etwas erledigen. Die Zeit sinnvoll nutzen. 
Wer jedoch die Momente des Wartens im Alltag nutzt, gönnt seinem Kopf und Körper eine erholsame Unterbrechung. Gedanken können schweifen, vielleicht bricht sich sogar eine neue Idee Bahn. 
Und dann gibt es die ganz anderen Zeiten des Wartens in unserem Leben. Warten, dass sich über eine längere Zeit erstreckt. Warten auf ein freudiges Ereignis, wie z.B. auf die Geburt eines Kindes oder ein besonders Fest. Aber auch das Warten auf Prüfungsergebnisse, die Antwort nach einem Bewerbungsgespräch oder das Warten auf eine Diagnose. Dann kann es hilfreich sein, die Zeit des Wartens zu füllen – mit Vorbereitungen oder mit schönen Dingen, die Ablenkung schaffen.
Egal ob freudiges oder banges Warten. Es wird leichter, wenn Menschen mit uns Warten. Die Vorfreude wird größer, Sorgen und Ängste können ausgesprochen werden. 
m Abend seiner Verhaftung geht Jesus mit seinen Freunden, den Jüngern in den Garten Gethsemane. Er weiß, was kommen wird. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis er im Dunkel der Nacht verhaftet werden wird. Und er bittet seine Freunde: „Wartet hier und wacht mit mir.“ Auch sie sollen die Zeit nutzen und Beten und sich so auf die kommenden Ereignisse vorbereiten. 
Freunde, Familie und Wegbegleiter, die mit uns Warten, machen das Warten leichter. Durch ein nettes Wort, eine aufmerksame Geste oder auch nur im das gemeinsame Ausharren. Nun die besten Vorbilder sind uns Jesu Freunde nicht. Sie schlafen immer wieder ein. Da sind sie wieder einmal sehr menschlich. Es zeigt, dass wir beim Warten einen langen Atem brauchen können. Dennoch: Jesus ist nicht allein. 
Und er verbringt die Zeit des Wartens im Gebet. Er wendet sich an Gott. Teilt seinen Gedanken, Sorgen und Ängste. Und er vertraut darauf, dass Gott auch in dieser Zeit des bangen Wartens bei ihm ist. 
„Meine steht in deinen Händen“ haben wir vorhin gesungen. Wenn wir Warten – sei es im Alltag an der Ampel oder auf ein Ereignis in weiterer ferne. Gott ist da. Er wartet mit uns. 
Ich lade Sie ein, in der nächsten Woche das Warten in Ihrem Alltag bewusster wahrzunehmen. Sich unterbrechen zu lassen – das Handy mal in der Tasche zu lassen, um den Blick und die Gedanken schweifen zu lassen. 

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